Setze die richtigen Prioritäten bei einem Auto

Des Deutschen liebstes Kind wird bei einem Blackout eine wichtige Rolle spielen. So gibt es uns Mobilität, das heißt, wir können damit im Notfall in ein Krankenhaus oder zu einem Arzt fahren. Darüber hinaus gibt es uns die Möglichkeit, eine größere Menge von Material über weite Strecken zu transportieren (z . B. Brennholz). Ein Auto hat aber noch viel mehr zu bieten.

Wir können, sofern wir über einen geeigneten Adapter verfügen, elektrische Geräte anschließen und z. B. unser Handy laden. Ebenso verfügt jedes Auto über ein Radio, so dass wir uns – selbst wenn wir unterwegs sind – über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass uns ein Auto Schutz vor den Elementen bietet. Es ist durchaus denkbar, dass wir bei Unruhen unsere Wohnung für ein paar Tage verlassen und uns einen sicheren Standort suchen müssen. Ein Auto bietet – wenn auch etwas unkomfortabel – eine vor Wind, Regen und Schnee geschützte Aufenthalts- und Übernachtungsmöglichkeit.

Wie sollte also ein geeigneter Blackout-tauglicher PKW aussehen?

Zunächst sollte er Platz bieten ohne zu wuchtig zu sein. Ein großer Innenraum mit umklappbaren Rücksitzen und einem großen Kofferraum sind sehr vorteilhaft. Ein Wohnmobil bietet zwar Autarkie, kommt aber in unwegigen Gelände (z. B. auf Waldwegen) schwer zurecht; außerdem ist es viel zu auffällig und schwer zu tarnen. Allradantrieb und eine gewisse Bodenfreiheit (mindestens 140 mm) sind wünschenswert. Eine Standheizung und Anhängerkupplung zusätzlich wären ideal.

Alles andere wie z. B. Alufelgen, weiße Ledersitze, Head-up Display, Assistenzsysteme, tiefergelegtes Sportfahrwerk sind bestenfalls nur teurer Schnickschnack, schlimmstenfalls sogar hinderlich.

Bleibt noch eine Frage zu klären: welcher Antrieb wäre am geeignetsten?

Ein Elektromotor scheidet selbstverständlich aus. Wenn der Akku leer ist, ist der Ofen aus und es gibt keine Möglichkeit Reserveakkus mitzunehmen. Bleiben eigentlich nur Diesel- oder Benzinmotoren. Beide sind prinzipiell geeignet, aber ein Benzinmotor hat entscheidende Vorteile: 1. Benzin kann man im Gegensatz zu Diesel nahezu unbegrenzt in Kanistern lagern, 2. Benzin ist auch der Treibstoff für die meisten (günstigen) haushaltsüblichen Notstromaggregate, 3. kann man mit Benzin einen effizienten Benzinkocher betreiben, der auch bei niedrigen Temperaturen funktioniert bei denen Butangaskocher nur noch vor sich hin dümpeln, und 4. fahren die meisten Motorräder ebenfalls mit Benzin und ein Motorrad kann in einem Blackout ein durchaus nützliches Fortbewegungsmittel darstellen. Benzin punktet also mit einem starken multi-use Vorteil.

Was also wäre Dir lieber im Falle des Falles: ein anthrazitfarbener, allradgetriebener VW Passat oder ein schickes, rotes Audi TT Cabrio mit Sportauspuff?

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4 Replies to “Setze die richtigen Prioritäten bei einem Auto”

  1. Hallo Ralf,
    du hast viele meiner Gedanken aufgegriffen.
    Beim Thema „Diesel oder Benziner“ gibt es allerdings noch andere Aspekte, die wiederum für den Diesel sprechen und hier zu kurz kommen:
    1. Verbrauch und Reichweite
    Mit meinem Passat Diesel (ohne Zusatztank) habe ich eine Reichweite von 1.200 km (zur Not mit 80 km/h auch 1.600 km) Das schaffe ich mit kaum einem Benziner.
    2. Nachtanken
    Bei mir im Keller lagern ca. 5.000 l Heizöl. Zur Not würde ich versuchen das zu tanken.
    Sollte doch eigentlich auch bei einem modernen Motor funktionieren?!

    Abgesehen davon setze ich bei einer Krise wohl eher auf ein Fahrrad… 😉

    Vielen Dank jedenfalls für diese Webseite!

    LG
    G.

    1. Vielen Dank für Dein Feedback! Wenn Du eine Heizölanlage hast, macht ein Diesel-PKW natürlich wieder mehr Sinn. Für den Winter musst Du unbedingt darauf achten, dass Dein „Not-Diesel“ nicht versulzt und entsprechende Additive in ausreichender Menge einlagern. Erkundige Dich mal z. B. bei der Fa. Liqui Moly. Vielleicht können die Dir Tipps geben, was Du (und in welcher Menge) beimischen solltest. Ich würde so eine Mischung auch vorher mal ausprobieren, aber das ist ja leider verboten. Mach Dir auch Gedanken, wie Du das Heizöl im Falle des Falles zapfen kannst.

      1. Vielen Dank Ralf,

        es ist tatsächlich etwas komplizierter als ich gedacht habe (früher war’s wohl einfacher).
        Ich habe deinen Rat befolgt und die Experten angeschrieben. Hier die Antwort:

        vielen Dank für Ihre Anfrage und das Interesse an unseren Produkten.

        Wir können Ihnen folgendes Produkt empfehlen

        Super Diesel Additiv

        https://pim.liqui-moly.de/pidoc/P000030/5120-SuperDieselAdditiv-54.0-de.pdf

        Da im Heizöl die Cetanzahl nicht so hoch dosiert ist, empfehlen wir Ihnen eine Dosierung 1:150. Somit kann dies ausgeglichen werden.

        😉👍🏼
        G.

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