Lass es Dir in den ersten drei Tagen richtig schmecken

Was essen wir in den ersten drei Tagen eines großflächigen Stromausfalls?

Ganz einfach: die Dinge aus unserem (hoffentlich reichlich) gefülltem Kühlschrank und Gefrierschrank, die leicht verderblich sind: Fleisch, Fisch, Pizza, Chicken Wings und derlei. Und die Kinder freuen sich am ersten Tag über „Eis ohne Ende“. Eier, Joghurt, Butter, geräucherter Speck, Salami und Hartkäse verderben nur langsam und können im Speiseplan nach hinten geschoben werden. Wichtig: von Konserven und anderer lang-haltbarer Notnahrung lassen wir in dieser frühen Phase tunlichst die Finger!

Die in Frage kommenden Speisen lassen sich meist mit einem Grill braten und sogar backen, sofern der Grill über einen Deckel verfügt. Am besten feiert man zusammen mit den Nachbarn eine Blackout-Party und nutzt die Gelegenheit um andere über das Thema Blackout aufzuklären und sich mit ihnen für die nächsten, eventuell sehr schweren Zeiten zu verbünden.

„Ist das nicht Verschwendung?“, fragen sich bestimmt einige von Euch. Speziell in der worst-case Jahreszeit Winter kann man doch viele Lebensmittel im Freien, auf der Terrasse oder dem Balkon lagern. Obwohl das stimmt, ist das für alles, was gebraten oder gebacken werden muss keine gute Idee. In späteren Phasen müssen wir sehr darauf bedacht sein, nicht durch den Duft von gegrillten Steaks oder Knoblauchbaguette Schnorrer oder gar Plünderer anzulocken. Diese Leckereien müssen raus, solange die meisten Menschen selber noch Vorräte haben und zuversichtlich sind, das der Stromausfall bald beendet sein wird.

Ab Tag 4 müssen wir immer unauffälliger werden und vorgeben, dass wir selbst am Hungertuch nagen. Werden von den Behörden Lebensmittel ausgegeben, stellen wir uns selbstverständlich auch in die Schlange. Gebraten wird dann nicht mehr, eher gewürzarm gekocht und erwärmt. Also genieße die ersten drei Tage!

Categories Ernährung

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