Ernähre Dich auch in der Krise ausgewogen

Hier ist eine Liste von Lebensmitteln, die von den meisten Menschen für die Krisenvorsorge bevorratet werden:

  • Fertiggerichte in Dosen, wie z. B. Ravioli, Gulasch und Eintöpfe (der Klassiker: „Ravioli in Tomatensoße“)
  • Fleisch- bzw Wurstkonserven, wie z. B. Corned Beef und Frühstücksfleisch
  • Fischkonserven (der Klassiker: „Hering in Tomatensoße“)
  • Tütensuppen
  • Fertigsoßen/Pesto
  • Nudeln (in rauen Mengen)
  • Reis
  • Schokolade
  • Zwieback und Trekkingkekse („Panzerplatten“)

Was haben all diese Lebensmittel gemeinsam? Klar, sie sind lange haltbar, enthalten viele Kalorien und schmecken einigermaßen. Dagegen ist ja auch erst mal nichts einzuwenden. Makronährstoffe (also Eiweiß, Fett, Kohlehydrate) sind essentiell um die Leistungsfähigkeit unseres Körpers sicherzustellen.

Gemeinsam ist diesen Lebensmitteln aber auch, dass sie ausgesprochen wenig Mikronährstoffe und Vitalstoffe wie Vitamine und Ballaststoffe enthalten. Gerade Ballaststoffen kommt aber in der Krise eine wichtige Rolle zu.

Bei einem Blackout werden wir schlagartig auf frisches Obst und Gemüse verzichten müssen und uns darüber hinaus wesentlich weniger bewegen. Wenn wir uns jetzt ausschließlich von den oben aufgeführten, größtenteils hoch verarbeiteten Lebensmitteln ernähren, wird sich das extrem negativ auf unser Verdauungssystem, unser Wohlbefinden und die Anfälligkeit für Krankheiten auswirken. Noch nicht überzeugt? Dann überzeugt Dich vielleicht dieses Argument: Bei einstelligen Temperaturen möchtest Du Dich bestimmt nicht ewig auf der Campingtoilette herumquälen. Wir müssen es wohl oder übel akzeptieren: die Zeiten, in denen wir gemütlich mit unserem Tablet in der Hand unser großes Geschäft verrichtet haben, sind erst mal vorbei.

Deswegen solltest Du Deine Vorräte um Lebensmittel erweitern, die neben langer Haltbarkeit und hoher Energiedichte auch viele Mikronährstoffe und vor allem Ballaststoffe enthalten. Hier meine Top 5:

  1. Trockenfrüchte. Datteln, Feigen, Rosinen und Co wiegen nicht viel, liefern viele Kohlehydrate, Mineralstoffe und natürlich Ballaststoffe. Einmal fand ich eine Tüte Rosinen, die im Küchenschrank nach hinten gerutscht war und somit vergessen wurde. Das Mindesthaltbarkeitsdatum war um drei Jahre überschritten. Obwohl sie natürlich deutlich härter und trockener waren konnte man sie noch problemlos essen. Und das, obwohl die Tüte bereits geöffnet und nicht luftdicht verschlossen war. In der Not frisst der Teufel mumifizierte Rosinen!
  2. Nüsse. Nüsse liefern nicht nur sehr viel Energie sondern enthalten große Mengen an B-Vitaminen, Vitamin E, Magnesium, Kalium, Folsäure und Eisen. Wertvoll sind auch der hohe Gehalt an ungesättigten Fettsäuren und Eiweiß. Nimm wegen der zusätzlichen Ballaststoffe aber immer ungehäutete Ware, am besten Mandeln und Walnüsse. (Haselnüsse eignen sich nach meiner Erfahrung nicht so gut, da sie schnell ranzig werden.)
  3. Haferflocken. Das Powerfood schlechthin, nicht nur in Krisenzeiten. Mit wenig Aufwand kannst Du Dir einen schmackhaften Porridge zaubern. Gib zu den Haferflocken noch Nüsse und Trockenfrüchte dazu und lass das ganze in warmen (zur Not auch kalten) Wasser einige Zeit quellen. Etwas mit Honig süßen, vielleicht noch etwas Zimt dazu – schmeckt gut, tut gut!
  4. Vollkornbrot in Dosen. Wesentlich besser für Deine Verdauung als Zwieback oder „Panzerplatten“ und hält ewig.
  5. Sauerkraut in Dosen. Hat schon James Cook und seine Mannschaft vor Skorbut bewahrt. Diese äußerst haltbare Vitamin C- und Ballaststoffbombe musst Du einfach zu Dir nehmen. Natürlich roh, direkt aus der Dose. Zwei, drei Esslöffel pro Tag wirken schon kleine Wunder und belasten das Raumklima nicht über Gebühr.

Also: höchste Zeit Deine Vorräte sinnvoll und vor allem vitalstoffreich zu ergänzen.

Categories Ernährung/Vorsorge

5 Replies to “Ernähre Dich auch in der Krise ausgewogen”

  1. Als einfache,selbstgemachte Elektrolyte: 1EL Traubenzucker (400g Packung) + ganz wenig!!! Salz auf ca. 5l Wasser. Bin durch Veröffentlichung von Stromausfall.at auf diese Seite gekommen und muß mich mal einlesen.

  2. Wer auf Medikamente angewiesen ist muss sich natürlich um den nahenden Zusammenbruch von allem uns bisher Bekannten und Vertrauten, dem Verschwinden von jeglicher Sicherheit und Versorgung zu überleben, einen Notvorrat von den benötigten Arzneimitteln anlegen. Da ich aus persönlichen Erfahrung weiß, dass dies der schwierigste Teil einer Vorbereitung ist, (meine Hausärztin hat mich bei der Frage nach einem Privatrezept zur Krisenvorbereitung nur ungläubig ausgelacht und kein einziger von mir online angeschriebenen Arzt war dazu bereits ein Rezept auszustellen), möchte ich an dieser Stelle allen Lesern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden meine Lösung für dieses Problem, die zwar offensichtlich ist, aber dem einen oder anderen vielleicht dennoch nicht in den Sinn gekommen ist, aufzeigen. Sobald mein Hausarzt Urlaub macht, was mehrmals im Jahr vorkommt, suche ich die Vertretungsârzte auf die mir problemlos Rezepte ausstellen. Es sind zwar nur kleine Packungen aber mit der Zeit kommt doch etwas zusammen. Man sollte sich natürlich auch genügend Tauschmittel zulegen, die man, solange in den örtlichen Apotheken noch Bestände vorhanden sind, gegen Medikamente eintauschen kann.
    https://www.omniscriptum.com/author-biography/stefan-donges/

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